Hier wechseln sich die beteiligten Sprecher und der oder die Dolmetscher in relativ kurzen Intervallen ab. Diese Form benötigt relativ viel Zeit, weil die Sprecher dem Dolmetscher jeweils Gelegenheit zur Wiedergabe der Übersetzung geben müssen. Ein Vorteil dieser Form ist, dass der Dolmetscher jeweils sinnvolle Einheiten des Gesprochenen als Ganzes übersetzen kann, was zur Qualität, Verständlichkeit und Natürlichkeit der Wiedergabe in der Zielsprache beiträgt.
Bei dieser Technik werden die gesprochenen Sätze dem Gesprächspartner mit möglichst geringer Zeitverzögerung übersetzt, ohne das Ende eines Satzes oder Redebeitrags abzuwarten. Dadurch wird die Kommunikation deutlich beschleunigt, es ist aber in der Regel die Verwendung technischer Hilfsmittel, wie Kopfhörer und/oder Dolmetscherkabinen notwendig, um einen ruhigen Ablauf der Kommunikation zu ermöglichen. Wenn derartige Technik nicht verfügbar ist, kommt eine Abart des Simultandolmetschens, das Flüsterdolmetschen zum Einsatz.
Da dem Dolmetscher abverlangt wird, gleichzeitig zuzuhören und zu übersetzen ist die Arbeitsbelastung bei dieser Form immens. Auf Konferenzen werden Dolmetscher daher gewöhnlich im Halbstundentakt ausgewechselt.
Weitere Informationen zu Formen des Dolmetschens, von der "Generaldirektion Dolmetschen" der Europäischen Union