Je nachdem, für welchen Verwendungszweck Sie eine Übersetzung benötigen, kommen unterschiedliche Lösungen in Frage. Wenn ein Unternehmen Werbeprospekte übersetzen lässt, kommt es sicher eher darauf an, dass die Slogans auch im kroatischen den richtigen Zug haben, als dass der Wortlaut genau übereinstimmt. Bei einer technischen Produktspezifikation ist im Gegensatz dazu der genaue Wortlaut entscheidend. Vielleicht wollen Sie auch nur einen fremdsprachigen Text verstehen. Dann genügt unter Umständen auch eine zusammenfassende Wiedergabe des Inhalts.
Der häufigste Fall ist sicher, dass Sie ein juristisches Dokument in die jeweils andere Sprache übersetzen möchten, etwa die Geburtsurkunde Ihres zukünftigen Ehepartners oder den notariellen Vertrag eines Grundstückserwerbs. In solchen Fällen verlangen die Behörden eine beglaubigte Übersetzung, d.h. die Übersetzung muss von einem Übersetzer vorgenommen werden, der gerichtlich beeidigt ist und der für die Übereinstimmung von Original und Übersetzung geradesteht. Dies ist nicht mit der Aufgabe eines Notars zu verwechseln, der etwa die Identität des Unterzeichnenden eines Vertrags beurkundet. Der Übersetzer bestätigt in diesem Fall nur, dass der Inhalt eines solchen Vertrages mit dem Inhalt der von ihm angefertigten Übersetzung übereinstimmt.
Häufig finden sich in solchen Übersetzungen Anmerkungen bezüglich juristischer oder gesellschaftlicher Begriffe oder Institutionen, die es in der Zielsprache so nicht gibt, wie z.B. Erklärungen bezüglich der Organisation des Gerichtswesens, der Bedeutung einer Schulform oder ähnliches. Aufgabe des Übersetzers ist es hier, nicht (nur) eine möglichst gute sprachliche Entsprechung zu finden, sondern auch Erklärungen zur Bedeutung der in Frage stehenden Sache zu geben, wozu die Kenntnis der zugrundeliegenden Rechts- und Gesellschaftssysteme erforderlich ist.
Näheres zu Personenstandsurkunden aus Kroatien:
Näheres zum internationalen Urkundenverkehr im allgemeinen:
Informationen des Auswärtigen Amtes.
Eine Fachübersetzung weist die Besonderheit auf, dass zum Verständnis und zur Übersetzung des Textes eine gewisse fachliche Vorbildung erforderlich ist. In welchem Maße das gilt, kann nur im Einzelfall entschieden werden. In jedem Fall handelt es sich nicht einfach um einen breiteren Wortschatz oder die bloße Kenntnis einer Fachterminologie. Ein Minimum an fachlicher Vorbildung ist in der Regel schon nötig um allein den Ausgangstext zu verstehen. Die juristische Übersetzung ist ein gutes Beispiel dafür, da Sachverhalte oder Institutionen je nach rechtlicher Verfassung der beteiligten Länder inhaltlich ähnlich sein können, sprachlich aber sehr unterschiedlich gefasst werden oder umgekehrt scheinbare sprachliche Übereinstimmungen bestehen, hinter denen sich ganz unterschiedliche Sachverhalte verbergen.
Die Anpassung einer Website an länderspezifische Gegebenheiten umfaßt eine Übersetzung der Texte in die Fremdsprache, ggf. Anpassungen in der Verwendung von Zeichen, Maßen usw., juristische Fragen, wie die Formulierung des Haftungsausschlusses für Links, sowie technische Fragen, beginnend bei den verwendeten Zeichensätzen bis hin zur Webserverkonfiguration, um jedem Besucher die angeforderte Seite gleich in seiner Sprache zu präsentieren.